Website & Webdesign

Homepage-Baukasten oder Agentur? Der Kostenvergleich

Ein Homepage-Baukasten (Wix, Jimdo, IONOS & Co.) kostet 10 bis 40 € im Monat plus deine Arbeitszeit – eine Agentur-Website 2.400 bis 8.500 € einmalig. Rechnet man die Eigenstunden ehrlich mit, ist der Baukasten oft kaum günstiger, und beim Thema Auffindbarkeit trennen sich die Wege endgültig. Vorweg trotzdem in aller Klarheit: Fast jede Website ist besser als keine.

Was für den Baukasten spricht

Er ist sofort verfügbar, billig im Einstieg und du bist unabhängig – für den Vereinsauftritt, das Hobby-Projekt oder die allererste Sichtbarkeit eines Gründers völlig in Ordnung. Auch wichtig: Mit eigener Domain gehört dir wenigstens die Adresse, im Gegensatz zum reinen Social-Media-Profil, das am Ende Meta oder TikTok gehört. Die Website ist die einzige Plattform, über die du volle Kontrolle hast – selbst als Baukasten-Version.

Die Rechnung, die keiner aufmacht

Das typische Baukasten-Projekt eines Unternehmers: 20 Stunden Einarbeitung und Layout-Gefummel, 15 Stunden Texte, 10 Stunden Nacharbeit, weil auf dem Handy alles verrutscht. Macht 45 Stunden. Bei einem ehrlichen Unternehmer-Stundensatz von 80 € sind das 3.600 € – plus Abo, für ein Ergebnis, das aussieht wie selbst gemacht. Weil es das ist. Und spätestens nach der dritten eigenen Anpassung ist das Design erfahrungsgemäß zerschossen: Textlängen passen nicht mehr, Schriftgrößen springen, Banner stapeln sich übereinander.

Animierter Kostenvergleich: Homepage-Baukasten mit Abo und 45 Eigenstunden rund 5.000 Euro gegenüber Agentur-Firmenwebsite 4.500 bis 8.500 Euro
Die Rechnung aus dem Text als Bild – Eigenstunden sind echte Kosten. Quelle: Beispielrechnung, Abo-Preise marktüblich (Stand 2026).

Der eigentliche Unterschied heißt nicht Design – er heißt Kunden

Das häufigste Anfrage-Muster bei uns, seit Jahren unverändert: „Ich habe eine Website gekauft, aber sie bringt keinen Traffic. Warum?“ Die Antwort ist fast immer dieselbe: Weil SEO nie Teil des Erstellungsprozesses war. Niemand hat die Customer Journey verstanden – wonach suchen die Kunden, welche Fragen haben sie, welche Einwände? Der Baukasten stellt diese Fragen nicht. Er fragt, welche Vorlage dir gefällt.

Eine Website, die Kunden gewinnen soll, braucht Keyword-Arbeit, Inhalte entlang echter Suchanfragen, lokale Signale, saubere Technik und ein starkes Google-Profil. Das kann man theoretisch alles im Baukasten umsetzen – wenn man es kann. Dann braucht man aber keinen Baukasten mehr.

Die ehrliche Entscheidungshilfe

Deine SituationEmpfehlung
Verein, Hobby, private ProjekteBaukasten – völlig ausreichend
Gründung mit minimalem BudgetBaukasten als Start – aber mit eigener Domain und dem Plan, umzuziehen
Etablierter Betrieb, Kunden kommen über EmpfehlungSolide Agentur-Website als digitale Visitenkarte
Du willst aktiv Kunden oder Bewerber über Google gewinnenAgentur mit SEO-Fundament – alles andere wird teurer

Wenn du schon einen Baukasten hast

Wirf ihn nicht reflexhaft weg. Prüfe zuerst, warum deine Website nicht gefunden wird – manches lässt sich auch im Baukasten beheben. Und wenn die Grenzen erreicht sind, nimm deine Domain und deine Inhalte mit; beides gehört dir. Was ein Neubau kosten würde, zeigt dir der Website-Preisrechner in einer Minute.

Porträt von Florian Kronfeldt, SEO-Experte aus Werder (Havel)

Florian Kronfeldt ist Gründer von Seofeld, SEO-Experte und Webdesigner aus Werder (Havel) – selbstständig seit 2017. Mehr über Florian und seine Methode.

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